Sony PRS-T1 Review

Nachdem uns die PR-Abteilung von Sony netterweise ein Leihgerät des Sony PRS-T1 zur Verfügung gestellt hat – unverständlicherweise in der hässlichsten Farbe 😉 – nun der versprochene, ausführlichere Test des neuen eReader’s.

Sehr gut gefallen hat uns die Qualität des Bildes, die Gesamtgröße beziehungsweise Kompaktheit des Gerätes, sowie das sehr leichte Gewicht. Wie auch bei anderen Geräten mit eInk-Display-Technik war auch die Batterie-Laufzeit hervorragend, mussten wir doch das elektronische Lesegerät trotz intensiverer Tests und auch Online-Surfens kein einziges Mal nachladen in den 4-5 Testtagen.

Der Touchscreen reagiert theoretisch wie der anderer moderner Tablets, mit dem großen Nachteil, dass das Bild nicht flüssig aufgebaut wird, ein großer Nachteil der nach wie vor auf eReadern mit eInk Technik vorherrscht, obwohl sich die dritte Display-Generation verbaut wurde. Auch das Flackern des Bildes während des Aufbaus und des Seitenblätterns, hat sich, im Vergleich zu der ersten eReader-Generation, kaum verbessert – meiner Meinung der größte Nachteil des Gerätes.

Ausserdem hat man den Eindruck, dass der verbaute Prozessor einen Tick schneller sein könnte. Bei sehr umfangreichen Websites, aber auch bei eBooks mit mehr als hundert Seiten, dauerte das Laden teilweise sekundenlang, was den Spaß an dem eigentlich sehr netten Gerät erheblich minderte.

Neben eBook und Websites, kann man auch Musik mit MP3’s auf dem Gerät hören, wobei der Sony PRS-T1 eReader sehr einfach durch MicroSD Karten gefüttert werden kann, ein großer Vorteil im Gegensatz zu den meisten Konkurrenz-Geräten.

Insgesamt hatten wir uns mehr von dem neuen Touch-eReader Sony’s, dem PRS-T1, erwartet. Die Bedienung war leider nach wie vor zu behäbig, was einerseits an dem Display, andererseits an der besagten Prozessor-Power liegen dürfte, die angebotenen Applikationen war zwar nett, vor allem der Browser beeindruckte uns, war doch fast jede Seite problemlos darstellbar – sofern kein Flash verwendet wurde – aber letztendlich muss sich ein 150 Euro teures Gerät bereits fast mit Android Tablets messen und dort gibt es wesentlich mehr Apps. Dennoch finden wir die Fokussierung auf die Grundfunktionalitäten – Bücher lesen, Musik hören, surfen – durchaus klug gewählt und wenn Sony noch weiter an der Performance arbeitet, dürften wir spätestens mit der übernächsten Generation vielleicht doch unseren Wunschkandidaten in Händen halten, sofern der Zug dann für die von uns generell sehr geschätzten eReader (mit eInk Technik) dann nicht bereits abgefahren ist.