Der Tag, an dem die Erde stillstand

  • 11.12.2008
  • Benjamin B.

Keanu Reeves steckt wieder in einem schwarzen Anzug und spielt einen stark unterkühlten Charakter – das war der erste Eindruck des aktuellen 20th Century Fox Remakes des 1951’er SciFi-Klassikers ‚Der Tag, an dem die Erde stillstand‘. Dabei handelt es sich nicht um ‚Constatine‘ oder ‚Matrix‘ – war die zweite Erkenntnis.

Die Geschichte handelt von Klaatu, einem Außerirdischen der auf die Erde kommt um dieselbe zu retten, was bei den Menschen zu Recht zu einiger Verwirrung und noch mehr Chaos führt. Als selbst das Militär der technologischen Überlegenheit der Extra-Terrestrials nichts entgegenzusetzen hat, wird die Lage der humanen Rasse auf dem Planet Erde immer unübersichtlicher und es scheint als ob nur die alleinerziehende Stiefmutter (!) und Astrobiologin Helen Benson (Jeneifer Connelly) die Situation retten kann.

Unnötig plump stellt der Filmplot dabei aktuelle Probleme, wie zum Beispiel die Umweltzerstörung oder den rauhen Umgang der Menschen untereinander dar, das hätte sicherlich charmater gelöst werden können. Andererseits wirkt es fast prophetisch, wie der Stillstand der Maschinen bei den Autobauern gezeigt wird – purer Zufall, dennoch erstaunlich treffend am Starttermin, den 11.11.2008 und sicherlich etwas schockierend für die vielen großzügig und unfreiwillig beurlaubten Mitarbeiter der Autofirmen.

Die eigentliche Geschichte wirkt dabei wesentlich weniger prophetisch als vermutlich gewünscht. Zu schlicht ist die Erzählweise, zu fremd und einfach sind die Charaktere aufgebaut und selbst die Special Effects können nicht absolut überzeugen. Der Film ist zwar nicht schlecht, aber so unnötig wie ein Release von East Coast HipHip bei Death Row. Gut für einen Videoabend, an dem man sonst nichts vorhat, aber nicht unbedingt notwendig im Kino, außer man ist Fan von den Hauptdarstellern.

Bewertung: 5 von 10

PS: Drei Lacher im Kino kann ich heute noch aufzählen: John „Monthy Python“ Cleese als Professor Barnhardt, Merkel & der ‚dt.‘ Papst in zwei kurzen Szenen, sowie ein Lied von Thomas D. am Ende des Filmes. Alle drei Lacher waren allerdings leider eher spöttisch aufzufassen, nicht humoristisch.