Vision: Hyperloop

  • 13.08.2013
  • Benjamin B.

Elon Musk, der Gründer von Tesla Motors und SpaceX, aber auch Mitbegründer von PayPal und vor allem auch mit Letzterem reich geworden, ruft in den Wald und alle schreinen heraus – so könnte man, zusammengefasst die lange angekündigte Präsentation von Hyperloop bezeichnen, einer Art Rohrpost gefüllt mit schnell schwebenden Kabinen welche entweder bis zu 28 Menschen, oder auch Fracht Platz bieten könnten.

Während das Konzept durchaus begeisternd ist und Musk angibt dass das Projekt für nur knapp sechs Milliarden US$ zu bauen und Tickets für 20US$ zu kaufen wären – für eine immerhin 600km lange Strecke – sind die zwei positivsten Aspekte für Hyperloop die schnelle Geschwindkeit mit der die Kapseln sich bewegen – und zwar knapp „Unterschall“, mit 1220km/h – und die fast 100%-ige Energieversorgung durch die auf den Bahnen angebrachten Solarpanels, also Versorgung durch Photovoltaik mit „Sonnenstrom“.

Sicherlich sind nicht alle Punkte in dem Plan optimal, um nur ein paar zu nennen:
– Sind die kalkulierten eine Millarde US$ für den benötigten Landkauf ausreichend?
– Die Kabinen sehen sehr eng aus, reicht der Platz wirklich aus?
– Angeblich ist das System weitestgehend erdbebensicher, dennoch sollen die Röhren auf Stelzen stehen, kann das überzeugen?
– Alle 30 Sekunden soll eine besetzte Kapsel starten, bei geschätzten 35 Minuten Fahrtzeit, entspricht das 70 Fahrzeugen/Kapseln die in einer Richtung unterwegs sein müssen und mind. einem Dutzend an jeder Station, die mit Personen oder Waren befüllt würden – es braucht ausreichend Be-/Ent-Ladefläche für all diese Kapseln, ist das bereits berücksichtigt?
Und so weiter und so fort….

Ein erstes, durchaus ausführliches Pitching-Konzept ist Hyperloop durchaus, aber wird auch mehr daraus? Oder bleibt das Projekt noch in früheren Stadien als der Transrapid stecken?

Leider scheint Herr Musk die Idee nur präsentieren zu wollen – eine „Open Source“ Idee – so dass die 10-jährige Projektlaufzeit – so lange, schätzt Herr Musk und sein Team würde die Entwicklung vom Prototypen bis zur Produktion und der Benutzerbarkeit dauern – wohl in weite, wenn nicht gar in unerreichbare Ferne rückt.