Heavy Rain

  • 19.02.2010
  • Benjamin B.

Starker Regen lässt den Schauplatz einer fiktiven amerikanischen Stadt in ‚Heavy Rain‘ noch düsterer erscheinen, als es die in dem Spiel thematisierte Kinder-Mordserie ohnehin vermag.

Auf dem Erfahrungsschatz des Spieles ‚Fahrenheit‘ baute die französische 2nd Level Entwicklungsfirma ‚Quantic Dream‘ die an einen Film Noir erinnernde Story auf und verwob Erzählungen, Detektivarbeiten und Action geschickt miteinander.

Sehr gut wird der Spieler dabei an die Steuerung gewöhnt, was die Suche nach dem Mörder mithilfe der vier verschiedenen Akteuere durchaus erleichtert. Dieser muss einerseits Hinweise finden und kann, je nachdem wie aktiv man mit seiner Umgebung kommuniziert und interagiert, auf komplett unterschiedliche Wege zum Ziel gelangen. So kommt es dass der angeblich „Film“ üblichen 250 Drehbuch-Seiten, satte 3500+ Seiten mit der Story gefüllt wurden, um möglichst alle Bereiche und Fälle abzudecken und somit auf unterschiedlichsten Pfaden das Finale zu erreichen. Sogar die Option dass einer der Hauptakteuere stirbt ist vorgesehen, allerdings wird somit die Lösung des Rätsels um den Origami Killer – er hinterläßt immer aufwendig gefaltete Figuren – komplizierter.

Die Grafik ist sehenswert, der Soundtrack sehr stimmungsvoll und die Auswahlmöglichkeit von unterschiedlicher Sprachausgabe und Untertitel (z.B. englische Sprache mit deutschem Untertitel) ist lobenswert – technisch also insgesamt sehr gut gelungen.

‚Heavy Rain‘ ist ein sehr anspruchvolles Spiel was die Tiefe anbelangt und die notwendige Zeitinvestition, wenn man sich aber auf den Titel einläßt, erlebt man einen sehr intensiven Action-Thriller der im Spieleuniversum seinesgleichen sucht – quasi kreiert ‚Heavy Rain‘ ein neues Spielesubgenre, den Krimi 2.0.

der auf der PS3 exklusiv erscheinenden Titel