10.000 B.C.

  • 28.02.2008
  • bennyb

Was das wohl wird?! Das war mein erster Gedanke als ich den Trailer zu dem Film 10.000 B.C. sah und entschied in die Preview zu gehen. Nach 109 Minuten Ausflug in eine computeranimierte, sehr künstliche Urwelt, die angeblich vor 12.000 Jahren existierte, dachte ich: Was das wohl war? Die Macher des Films und wohl auch Regisseur Roland Emmerich (Star Gate, Independance Day, The Day After Tomorrow) behaupten es wäre die Urlegende – die Legende nach der alle Anderen folgen, wohl auch zeitlich betrachtet. Das zumindest wünschen Sie sich. Meiner Meinung nach hat allerdings Ice Age mehr Urlegende als 10.000 B.C.

Aber entschuldigt diese Vorverurteilung, kommen wir erst einmal zu der Geschichte des Films. Kleiner Junge verliert Mutter bei der Geburt, Jahre vergehen. Das Essen wird über die Jahre immer knapper und alte Frau sieht Wunder voraus, sein Vater glaubt aber nicht an Legenden und zieht zum Essen suchen in die Wildnis, kehrt aber niemals zurück. Mädchen mit blauen Augen kommt zufällig in das Dorf und Junge verliebt sich in sie. Alte Wahrsagerin erzählt Legenden von der noch jungen Blauäugigen. Junge wird erwachsen und möchte Blauauge heiraten und wird zum mutigen Jäger, der zufällig (!?) ein Mammut erledigt. Plötzlich wird Blauauge gekidnappt, von bösen Urägyptern. Das kann der nun erwachsene Junge nicht auf sich sitzen lassen, möchte sie befreien und zieht mit ein paar Mitfühlenden durch ferne Länder und die halbe Welt um Sie zu retten…. usw. usf.

Ok, ich gebe es ja zu, dass liesst sich wie eine zweite Vorverurteilung, aber der Film will gross sein und wer gross ist, kann auch tief fallen, also Vorsicht!

Der Film ist aufwendig, vor allem mit viel Digitaltechnik, inszeniert. Es wurde aber auch versucht viel an Orginal-Schauplätzen, vor allem in Afrika und Neuseeland zu drehen. Das Presseheft erzählt Details will toll, einzigartig und einmalig alles beim Dreh gewesen und macht um grosse Story, eine noch grössere Backstory und das macht ide

Der Film ist ein „prähistorisches Action-Drama“, wenn man das als Filmbezeichnung durchgehen lassen kann. Viele Kampfszenen, grosse Tiere wie Mammuts und Säbelzahntiger, eine Unmenge von Menschen in weitläufigen Gebieten, imposante Gebäude, wilde Territorien. 10.000 BC will Jurassic Park, Die Mumie, 300, Alexander, Indiana Jones und Asterix bei den Ägypter sein – und zwar alles in einem Film.

?Das Fazit ist eigentlich vernichtet, was aber auch mit der hohen Erwartung zusammenhängt die im Vorfeld aufgebaut wurde, so dass ich es etwas abmildern möchte. Insgesamt ist 10.000 B.C. nicht ein schlechter Actionfilm, aber auch auf keinen Fall mehr. Die Dialoge sind teilweise banaler als bei so manchem Animefilmen, die Charaktere sind monoton und selbst die Hauptdarsteller können nicht überzeugen. Der Film wirkt arrogant produziert und letztendlich schlichtweg langweilig. Ich musste die ganze Zeit daran denken, was man mit dem vielen Geld alles tolles hätte anstellen können – ggf. einfach an arme Leute in Namibia und Südafrika verteilen, zum Beispiel. Wenn Ihr Action sehen wollt, schaut Euch lieber Cloverfield an, wenn es etwas prähistorisches sein muss, dann aber dürft Ihr allerdings in den Film gehen. Ausnahmsweise.

Ach übrigens, das Presseheft ist so unleserlich, wie mein erstes Deutsch-Referat in der sechsten Klasse. Ich bekam damals meine erste 5. Fünf Minus. Aber immerhin die Posterworks sind ziemlich cool, findet Ihr nicht auch?!

Original Name: 10.000 BC
Regisseur: Roland Emmerich
Genre: Action-Drama
Publisher: WarnerPictures
Land: USA, 2008
Offizielle Website: http://wwws.warnerbros.de/10000bc/
Kinostart in (D): 2008-03-06
Bewertung: 4.5 von 10