Things We Lost In The Fire

  • 29.04.2008
  • Benjamin B.

Things We Lost In The FireDrama. Tränendrüse. Vorsicht!? Halle Berry spielt Audrey Burke, die Frau von Fox Mulder, äh Brian Burke (David Duchovny), der bei einem tragischen Streit ums Leben kommt. Brian und Audrey haben zwei Kinder, Kelly (Alison Lohman) zehn Jahre und Neal (Omar Benson Miller)  sieben Jahre alt/jung. Sein Tod trifft alle schwer. Drama Nr.1: Die Verarbeitung des Todes von Brian. Für alle sehr kompliziert. Die Mutter, Aundrey, steht dabei im Mittelpunkt. Sie durchläuft die „klassischen“ Phasen von tiefer Trauer bis Verdrängung, über Verzweiflung und Wut, bis hin zu Hilflosigkeit und teilweiser Akzeptanz, um nur eine Emotionen zu beschreiben. Abgesehen davon das Halle Berry diese Rolle sehr gut spielt, wäre damit dem Zuschauer eigentlich bereits viel geboten, beziehungsweise teilweise auch zugemutet. Aber es gibt mehr.

Drama Nr.2: Brians bester Freund, Jerry Sunborne, wird ebenfalls noch kurzfristig auf die Beerdigung eingeladen und Aundrey sieht ihn plötzlich als Hauptbezugsperson, obwohl sie ihn eigentlich verabscheut(e). Der Grund: Jerry ist Heroin-Abhängiger und nur Brian hatte Vertrauen in Ihn. Der Zuschauer macht vieles mit ihm mit. Auf und Abs, harter Drogenkonsum, viele Zigaretten, Therapiesitzungen und kalten Entzug. Aber es gibt mehr…

Drama Nr.3: Brians Freund und Nachbar, Howard Glasmann (John Carroll Lynch), streitet laufend mit seiner Frau und sucht die Scheidung, zufällig wird er aber auch Gut-Freund mit Jerry und geht mal schnell mit ihm Joggen, wobei Jerry allerhand Dinge erfährt und gleich noch einen Job bei Ihm findet.

(Indirektes) Drama Nr. 4: Nicht direkt thematisiert, aber in den USA sicherlich ein Thema, nicht nur wegen des aktuellen Wahlkampfes: Audrey ist schwarz, Brian ist weiss. Alles ist so natürlich das man es normal findet, aber Paare unterschiedlicher Hautfarbe haben es nicht leicht – nicht nur in den USA.

Ach und da wäre noch das Todeskampfdrama von Brian, das „ich glaube ich bin in einem Film Drama“ von Kelly, das „ich kann nicht schwimmen“ und „meinen Kopf unter Wasser halten“ Drama von Neal.

Das war es dann aber bereits – fast.

Dennoch ist der Film gut und einfühlsam gespielt. Vor allem die Hauptdarsteller Halle Berry undBenicio Del Toro wissen zu überzeugen. Die Rolle des kleinen Neal ist aber widerum sehr künstlich dargestellt. Für „Liebhaber“ von Dramen ein fester Tipp, alle Anderen sollten erst den Trailer anschauen.